Notfallbehandlung in Tansania kostet 2.50 Franken

2.50 Franken. So viel kostet in Tansania eine Notfallbehandlung. Und trotzdem können viele sie nicht bezahlen. Was wie eine Schlagzeile klingt, ist im ostafrikanischen Tansania Realität. Das ist nur neun Flugstunden von der Schweiz entfernt.

Vorletzte Woche war ich mit einer Delegation (auch mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Schweizer Parlament) dort vor Ort. Eine Reise, die wir vollständig selbst finanziert haben.

Unser Ziel: Hinschauen, verstehen und einordnen. Nicht aus der Distanz, sondern mitten im Geschehen. Wir besuchten dabei Gesundheitszentren, Spitäler und Forschungsinstitutionen.

Ich war mit mit einer Delegation in Tansania (hier neben Ständerätin Flavia Wasserfallen und Nationalrätin Regine Sauter). Die Reise wurde privat bezahlt.

Malaria, HIV, Tuberkulose und Denguefieber

Beispielsweise das «Ifakara Health Institute», welches 1957 vom damaligen Schweizerischen Tropeninstitut gegründet wurde. Im Fokus stehen die grossen Herausforderungen: Malaria, HIV/Aids, Tuberkulose oder das Denguefieber.

Doch Zahlen und Strategien allein erzählen nicht die ganze Geschichte. Die beginnt oft in Wellblechhütten. Bei Menschen, die stundenlang – manchmal tagelang – auf medizinische Hilfe warten.

Eine Notfallbehandlung in Tansania kostet wie erwähnt 2.50 Franken. Es gibt Familien, die zusammenlegen müssen, um eine solche Behandlung überhaupt möglich zu machen. Das zeigt mir, wie fragil Gesundheit sein kann, wenn der Zugang dazu fehlt.

Zusammenarbeit mit Universitätsspital Basel

Und dann ist da die andere Seite. Eine, die durchaus Hoffnung macht: Seit über 60 Jahren engagiert sich die Schweiz in Tansania. Besonders beeindruckt hat mich die Zusammenarbeit mit dem Universitäts-spital Basel.

Dort werden seit Jahren gebrauchte, aber voll funktionsfähige medizinische Geräte nach Tansania weitergegeben. Es handelt sich um Geräte, die hier oft ersetzt, dort aber dringend gebraucht werden.

Lebensrettende Massnahmen

Doch es geht um mehr als Material: Ärztinnen, Ärzte und Pflegepersonal aus Basel stehen ihren Kolleginnen und Kollegen in Tansania regelmässig per Video-Telefonie zur Seite.

Sie beraten, beantworten Fragen, unterstützen bei schwierigen Fällen – unkompliziert, direkt und ohne grosse Hürden.

Diese Form der Zusammenarbeit ist niederschwellig, effizient und im wahrsten Sinne des Wortes lebensrettend.

Schweizer Engagement wirkt

Mein Fazit dieser Reise ist klar: Dieses Schweizer Engagement wirkt!

Die eingesetzten Gelder oder Warenlieferungen kommen an. Sie entfalten eine direkte Wirkung vor Ort – und darüber hinaus. Denn: Krankheiten wie Malaria, HIV oder Tuberkulose kennen keine Grenzen.

Es bleibt die Erkenntnis, die sich nicht wegdiskutieren lässt: Wir leben in der Schweiz im Honigtopf der Welt.

Diese Realität wird einem bewusst, wenn man sieht, unter welchen Bedingungen andere Menschen im Jahr 2026 leben.

Gerade deshalb ist es wichtig zu wissen, wohin unsere Entwicklungsgelder fliessen. Und was sie bewirken. Nicht als abstrakte Hilfe, sondern als konkrete Unterstützung, die Leben rettet. Und die traditionelle humanitäre Hilfe der Schweiz unterstreicht.

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